Andreas Brettschneider

Andreas Brettschnei­der wurde am 25. März 1974 geboren. Er musiziert, lebt, schreibt und unter­richtet in Köln. Als Sänger und Song­writer in ver­schiede­nen Bands hat er bis­lang lyrische Texte meist auf Englisch ver­fasst und zum Teil auf dem Net­zla­bel www.ideology.de veröf­fentlicht. Nach wie vor pro­duziert er indi­etro­n­is­che Musik mit dem Pro­jekt gahzed.

Im April 2015 stellte er seinen ersten län­geren Erzähltext fer­tig, den Jugen­dro­man Weil sie‘s kön­nen, mit dem er im Okto­ber 2018 in der Final­runde des Lit­er­atur­wet­tbe­werbs „Best­seller­autor 2.0“ auf der Frank­furter Buchmesse vertreten war. 2022 debütierte er mit Auch junge Leop­ar­den haben Fleck­en, einem Jugen­dro­man über Pirat­en in Soma­lia. Dieser war für den Old­en­burg­er Kinder- und Jugend­buch­preis nominiert. Sein zweit­er Jugen­dro­man „Die Falle“ erschien im Jahr 2024. Dieser war 2024 für den Korbin­ian Paul-Maar-Preis nominiert und hat den Glauser­preis 2025 gewonnen.

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Die Veranstaltung:

Lesun­gen

Andreas Brettschnei­der stellt sich und sein Werk vor. Im Gespräch mit dem Pub­likum kön­nen sich indi­vidu­elle The­men und Motive ergeben, je nach Inter­essen­lage der Teilnehmenden.

Kleine Videos ergänzen und verdeut­lichen die Sit­u­a­tion der Buchhelden.

Auf Wun­sch ist eine Ergänzung zum The­ma: „Von der Idee zum Buch – ein schön­er, langer und ganz schön langer Weg“ möglich.

Work­shops Kreatives Schreiben

Seit über zehn Jahren bietet Andreas Brettschnei­der auch Work­shops im kreativ­en Schreiben an – ins­beson­dere im Rah­men von Literatur‑, Pro­jekt- oder Ergänzungskursen an weit­er­führen­den Schulen. Die Work­shops kön­nen ein- oder mehrtägig durchge­führt wer­den.
Ziel ist es, spielerisch die Hem­mung vor dem leeren Blatt abzubauen und eigene kreative Texte entste­hen zu lassen. Im Vorder­grund ste­ht dabei nicht das lit­er­arisch per­fek­te Ergeb­nis, son­dern die Freude am Schreiben. Für fort­geschrit­tene Teilnehmer*innen kön­nen auf Wun­sch gezielte Hin­weise zur Verbesserung gegeben wer­den, wobei dies nicht im Fokus der Ver­anstal­tun­gen steht.

Lesungen sind zu folgenden Büchern möglich:

 

Auch junge Leoparden haben Flecken

ab Klassenstufe 5

»Als Kind Soma­lias ist es dein Schick­sal, dass du immer das Falsche tust, obwohl es das Richtige ist. Und du tust das Richtige, obwohl es das Falsche ist. Es ist falsch, Pirat zu sein und andere zu bestehlen. Und doch bin ich Pirat gewor­den, weil die, die ich bestehle, uns unsere Zukun­ft ger­aubt haben und weil es das Richtige ist, sich zurück­zu­holen, was andere einem genom­men haben. Ich tue das Falsche, weil ich das Richtige tue.«

Klap­pen­text:

Der 15-jährige Gee­di hat eine ganz beson­dere Bindung zu seinem großen Brud­er Aayan. Doch als dieser plöt­zlich aus ihrem Heimat­dorf Hafun ver­schwindet und sich den soma­lis­chen Pirat­en anschließt, bleibt Gee­di fas­sungs­los zurück. Eine selt­same Vorah­nung sagt Gee­di jedoch, dass sein Brud­er zurück­kom­men wird. Und tat­säch­lich: Eines Tages ste­ht Aayan wieder vor ihm. Doch sein Brud­er hat sich sehr verän­dert. Als Aayan sofort wieder abreisen will, beschließt Gee­di ihm heim­lich zu fol­gen und her­auszufind­en, was es wirk­lich bedeutet, ein Pirat zu sein …

Die Falle

ab Klassenstufe 5

„Wider­stand? Gegen wen denn? Den Jussem?“

„Nicht nur gegen den Jussem, gegen alle Jussems! Diese Ker­le sind das Let­zte. Die machen sich selb­st dadurch wichtig, dass sie andere fer­tig machen. Dass wir nicht ein­fach alle eine schöne Zeit zusam­men haben, liegt an denen. Die machen den Krieg. Und was machen wir? Wir zeigen denen jeden Tag, dass wir nicht so sind wie die. Aber hält die das auf? Nein. Also hal­ten wir den Kopf unten und hof­fen, dass das vorbeigeht.“

Klap­pen­text:

Vic­tor ist 16 und war lange genug in der Schule, um zu wis­sen, wie der Hase läuft: Es gibt die Starken, zum Beispiel Bas­t­ian Jussem und seine Gefol­gsleute, es gibt die Schwachen und es gibt die wie Vic­tor, die sich bedeckt hal­ten, um nicht zu den Schwachen zu wer­den. Doch der Neue in der Klasse, Mar­tin, will diese Machtver­hält­nisse nicht länger hin­nehmen. Er offen­bart Vic­tor beim Ori­en­tierungslauf durch den Knip­prather Wald, wie er dem Jussem einen Denkzettel ver­passen will. Er hat eine Bären­falle dabei und erk­lärt: „Damit schaf­fen wir den Jussem ab!“ Vic­tor muss sich entschei­den: Hil­ft er ihm und durch­bricht den ewigen Kreis des Sich-Duck­ens auch auf die Gefahr hin, dass er selb­st ein Jussem wird?

Ein aufrüt­tel­nder Roman über Machtver­hält­nisse und den Ver­such der schweigen­den Mehrheit, ihnen zu entkommen.