Rike Reiniger

Rike Reiniger, aufgewach­sen in Bochum, arbeit­ete in einem tra­di­tionellen Pup­penthe­ater, das den deutschsprachi­gen Raum bereiste. Sie studierte in Prag (Regie und Dra­maturgie für Pup­penthe­ater) und Gießen (Ange­wandte The­ater­wis­senschaft), insze­nierte in der freien Szene Berlins und war Mit­be­grün­derin des interkul­turellen The­ater-Ensem­bles Kumpa­nya. Nach dessen Auflö­sung ging sie ins Engage­ment an die Lan­des­büh­nen Sach­sen, das Deutsch-Sor­bis­che Volk­sthe­ater Bautzen und das The­ater junge Gen­er­a­tion Dres­den. Rike Reiniger lebt als Regis­seurin und Autorin in Berlin. Ihre Arbeit­en wur­den u.a. aus­geze­ich­net mit dem Mannheimer Feuer­grif­fel und dem Pub­likum­spreis des Hei­del­berg­er Stück­e­mark­tes sowie in ver­schiedene europäis­che Sprachen über­set­zt.

Foto: Assmann Berlin

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Lesungen ab Klassenstufe 3

Die Wölfin Sami­ka trifft nach ent­behrungsre­ich­er Wan­derung auf Jan­nik, den Frem­den, der einem Wolf auf ver­wirrende Weise ähnelt. Jan­nik ist ein Hund. Missver­ständ­nisse tauchen auf und Unter­schiede bleiben. Trotz­dem erleben die bei­den einen Früh­ling lei­den­schaftlich­er Liebe. Im Som­mer bekom­men sie Junge. Doch Men­schen ver­fol­gen ihre einzi­gar­ti­gen kleinen Wolf­shunde. Auf der Flucht wer­den Sami­ka und Jan­nik vor die Wahl zwis­chen zwei Wel­ten gestellt. Wofür entschei­den sie sich?
Aus der Per­spek­tive der Tiere wird von Liebe, Ver­trauen und Ver­rat erzählt. Die Geschichte ist inspiri­ert von einem realen Ereig­nis: Seit Mitte der 1990er Jahre wan­dern Wölfe über die Oder nach Deutsch­land ein. Und eine Wölfin paarte sich aus Man­gel an einem Wolf­s­part­ner mit einem Hund.

Zu diesem Buch gibt es kosten­lose Unter­richts­ma­te­ri­alien.

Wölfe haben die Men­schen schon immer fasziniert. Für die aktuelle Diskus­sion über die Wieder­an­sied­lung von Wölfen sowie die Angst, die für manche Men­schen davon aus­ge­ht, kann das Buch eine Diskus­sion­s­grund­lage sein. Die Gemein­samkeit­en und Unter­schiede von Wölfen und dem artver­wandten Hund lassen auch unseren Blick auf das Hausti­er in einem neuen Licht erscheinen. Die Lesung ist auch für Klassen mit Schul­hun­den beson­ders inter­es­sant.

Auf Wun­sch ist auch ein Lese­for­mat möglich, in dem es auf spielerische Weise um den Trans­fer des The­mas „Flucht“ geht, das in dem Buch Aus­gangs- und Kon­flik­t­punkt der Geschichte ist.

Lesungen ab Klassenstufe 7

„Zige­uner-Box­er“ verbindet Rike Reinigers berühren­den The­ater­monolog über den 1944 im KZ ermorde­ten sin­to-deutschen Box­er Ruke­li Troll­mann, ein sehr per­sön­lich­es Inter­view mit dessen Tochter und eine his­torische Chronolo­gie des Völk­er­mords an den Sin­ti und Roma.
Das lit­er­arisch verdichtete Einzelschick­sal, die all­t­ags­geschichtliche Quelle sowie der his­torische Kon­text: „Zige­uner-Box­er“ ist ein vielschichtiger Beitrag zur Erin­nerungskul­tur an den Nation­al­sozial­is­mus.

Gerne senden wir Ihnen eine kosten­lose Leseprobe!

Der Genozid an den Sin­ti und Roma taucht erst in den let­zten Jahren in unserem Bewusst­sein auf. Seit 2016 führen die Lehrpläne einiger Bun­deslän­der die Ver­fol­gung dieser Min­der­heit auf. Rike Reinigers Lesung leis­tet einen Beitrag zu diesem The­ma. Der kurze knappe Text kann voll­ständig im Unter­richt gele­sen wer­den.

Lesungen Theatersolo Sophie Scholl

Sie heißt Sophie Scholl und sobald sie das sagt, ist die andere da:
„Etwa ver­wandt mit der Sophie Scholl? Nein. Aber sicher­lich ein Bezug zu …
Nein. Es muss doch irgen­deinen … Nein. Oder vielle­icht … Nein. Ich heiße Sophie Scholl. Mehr nicht.“
Und jet­zt ste­ht Sophie vor Gericht und ist geladen als Zeu­g­in, um auszusagen. Diese Aus­sage entschei­det über den Abschluss ihres Juras­tudi­ums und ihre Zukun­ft als Juristin. Diese Aus­sage entschei­det über das Beste­hen von eini­gen anderen Stu­dentIn­nen. Diese Aus­sage entschei­det darüber, ob die allein­erziehende Sekretärin Frau Mühl fälschlicher­weise wegen Betruges verurteilt wird oder ob es den wahren Schuldigen Pro­fes­sor Nigge­mann trifft. Der Preis der Wahrheit ist hoch.

 Somit ist sie da – die andere Sophie Scholl. Sie erzählt die Geschichte ihrer Namensvet­terin und die der Weißen Rose. Die andere ist die Heldin, sie hat ihr Leben gegeben und jet­zt geht es doch nur um ihren bish­eri­gen Lebensen­twurf. Aber so ein­fach ist das nicht. Sophie muss sich entschei­den. Eine Geschichte um Mut, Helden­tum, Aufrichtigkeit und Zivil­courage.