„Frag bloss nicht, wer dein Vater ist“ -

Lesung mit Martina Gonser ab Klassenstufe 5

Die Autorin: Mar­ti­na Gonser wurde 1956 in Freiburg geboren. Sie ist schon sehr früh regelmäßig in Buch- und Fan­tasiewel­ten einge­taucht. Hin- und herg­eris­sen zwis­chen der Arbeit mit Sprache und der Liebe zu Kindern musste sie sich entschei­den, ob sie Lehrerin oder Jour­nal­istin wer­den will. Sie entsch­ied sich schließlich für den Jour­nal­is­mus und arbeit­et fast vierzig Jahre beim Süd­westrund­funk als Repor­terin. Jahre­lang hat sie dort z.B. beim Girls­day Jugendlichen einen Ein­blick in den Jour­nal­is­mus gegeben. An den Schulen ihrer Kinder hat sie Radio-Work­shops ange­boten und mit den Schülern Reporta­gen pro­duziert. „Frag bloß nicht, wer dein Vater ist“ ist ihr erstes Jugend­buch.

Martina Gonser ist auch in Ihrer Nähe unterwegs

Die Lesung:

»Frag bloß nicht, wer dein Vater ist« ist ein Jugen­dro­man über Fra­gen von Schuld und Verge­bung, über die Suche nach Iden­tität und Selb­st­be­wusst­sein, über Empathie und Fre­und­schaft.
Annas Mut­ter will die Tochter ganz nach ihrem Vor­bild for­men. Die ist aber ganz anders. So fühlt sie sich zer­ris­sen zwis­chen Anspruch und Wirk­lichkeit. Bis sie den Mut fasst und ihrer Mut­ter Gren­zen aufzeigt.
Ganz anders Lena — die wider­set­zt sich der Mut­ter und find­et ihren Vater. Aber kann man einem Men­schen vergeben? Ganz gle­ich, was er getan hat?

 Mar­ti­na Gonser kann die Lesung sehr gut auch mit Ein­blick­en und Meth­o­d­en aus ihrer jour­nal­is­tis­chen Arbeit verknüpfen. Wie führt man eigentlich ein gutes Inter­view? Welche Pan­nen kön­nen dabei passieren? Wie geht sie mit über­raschen­den Sit­u­a­tio­nen um? Am Beispiel des Buch­es kön­nen die Zuhör­er selb­st ein­mal in die Rolle eines Jour­nal­is­ten schlüpfen. 

Ja nach Zei­tum­fang ist es möglich, ein Inter­view zusam­men aufzunehmen und zu schnei­den.

Das Buch:  »Frag bloß nicht, wer dein Vater ist«

Anna und Lea sind 13 Jahre alt und beste Fre­undin­nen. Bei­de haben sie so ihre Prob­leme mit ihren Müt­tern: Annas Mut­ter lässt sie regelmäßig wis­sen, dass sie in ihren Augen etwas zu pum­melig ist. Lea ver­ste­ht sich zwar gut mit ihrer Mut­ter, aber unter der Ober­fläche ver­steckt sich ein stiller Kon­flikt: Ihre Mut­ter weigert sich, von dem Vater zu erzählen, den Lea nie ken­nen­gel­ernt hat.

So bleibt Lea nur eines übrig: Sie macht sich, zusam­men mit ihrer besten Fre­undin, selb­st auf die Suche. Je mehr sie über den frem­den Vater her­aus­find­et, umso deut­lich­er zeigt sich, warum die Mut­ter den Vater totschweigt.