Jean-Marc Birkholz

Jean-Marc Birk­holz (Jahrgang 1974) ist Schaus­piel­er und Sprech­er. Seit mehreren Jahren verkör­pert er die Fig­ur des edlen Apachen­häuptlings Win­netou bei den Karl-May-Fest­spie­len im sauer­ländis­chen Elspe.

Er hat bere­its zahlre­iche Hör­spiele gesprochen und syn­chro­nisiert immer wieder für Kino und Fernse­hen. Bekan­nt wurde er mit der Telen­ov­ela „Ver­liebt in Berlin“. Die Serie erhielt den Deutschen Fernseh­preis. Seit­dem ste­ht er nicht nur in Deutsch­land (u.a. „Polizeiruf 110“) vor der Kam­era, er drehte auch schon mehrfach in Rus­s­land.

 

Jean-Marc Birkholz ist auch in Ihrer Nähe unterwegs

Die Taschenuhr des Anderen — Live Hörspiel aus dem Leben von Karl May

Ein historischer Stoff, zwei geniale Stimmen, ein skandalumwitterter Prozess, dazu Klarinettenmusik, …

 

Der his­torische Hin­ter­grund: Karl May wird 1861 ver­haftet. Er wird beschuldigt, eine Taschenuhr gestohlen zu haben, die ihm jedoch in Wirk­lichkeit für den Unter­richt geliehen wor­den war und die er arg­los mit in die Wei­h­nachts­fe­rien genom­men hat­te. Er wird zu sechs Wochen Gefäng­nis verurteilt und darf nicht
mehr als Lehrer arbeit­en. Das wirft ihn völ­lig aus der Bahn. Karl May lebt auf der Straße, bege­ht tat­säch­lich Straftat­en und wird mehrfach ver­haftet. Während der Haftzeit liest er umfan­gre­iche Stu­di­en zu Geschichte, Geografie und Völk­erkunde. Mit dem Uhrendieb­stahl endete Karl Mays bürg­er­lich­es Dasein und ein Aben­teuer von Leben begann.

Das Bühnenstück

Die „Taschenuhr des Anderen“ ist eigentlich ein Büh­nen­stück.
Es spielt im Gerichtssaal in Chem­nitz am 70. Geburt­stag von Karl May und insze­niert
Mays fik­tive Reha­bil­i­tierung.
Der Täter wurde nicht wegen Dieb­stahls ein­er Uhr verurteilt, son­dern nur wegen uner­laubter Benutzung; selb­st das dama­lige Gericht war von sein­er — Karl Mays — Schuld nicht rest­los überzeugt. In seinem Einak­ter deckt Willi Olbricht weit­ere Wider­sprüche auf, führt die Stel­lung­nahme der damals Beteiligten ad absur­dum und zeigt uns nicht nur, was getan und gesagt wurde, son­dern auch, was man (mit Absicht!) unter­lies und ver­schwieg. Die Fra­gen nach dem Warum offen­baren eine Vielfalt per­sön­lich­er Motive, deren Zusam­men­tr­e­f­fen für den Angeklagten den Ein­druck eines Kom­plotts erweck­en. Zum Höhep­unkt der Ver­hand­lung gerät die Aus­sage des Eigen­tümers der Uhr, und „seine kaltschnäuzige Rede ist Willi Olbrich zum Meis­ter­stück ger­at­en.” (aus dem Auf­führungs­bericht der Schweiz­er Karl-May-Fre­unde).

Ihre Veranstaltung

Das Live-Hör­spiel: 2008 wurde die „Taschenuhr des Anderen“ als Hör­spiel veröf­fentlicht, in dem Jean-Marc Birk­holz bis auf den Erzäh­ler und die Wacht­meis­ter­gat­tin, alle han­del­nden Per­so­n­en spricht. Nun kann man ihn dabei live erleben- unter­stützt von Hol­ger Fuchs in den weit­eren Rollen. Durch die Wan­del­barkeit der Stim­men bei­der und das warme Spiel von Fuchs’ Klar­inette wer­den die Ereignisse und Fig­uren lebendig ‑nicht nur für Fans von Karl May! Ein Erleb­nis!

Hol­ger Fuchs (Jahrgang 1957) ist Schaus­piel­er, Musik­er und Maler. Er stand in mehreren Karl-May Pro­duk­tio­nen als Sam Hawkens auf der Bühne und spielte sich mit sein­er Darstel­lung, neben Jean-Marc Birk­holz als Win­netou, in die Herzen der Zuschauer.
Außer­dem gehört er zur Urbe­set­zung des seit Jahren erfol­gre­ichen Krip­pen­spiels mit Olaf Schu­bert. Derzeit hän­gen einige sein­er Bilder in Dres­den zur Ausstel­lung. www.herrfuchs.de